Bei Burnout brauchst du eine Therapie! - Burnout selbst behandeln
Bei Burnout brauchst du Therapie - ein Mythos

Mythos # 3: Bei Burnout brauchst du eine Therapie!

Was ist dran an diesem Mythos? 

Brauchst du bei Burnout wirklich eine Therapie oder schaffst du es auch im Selbstcoaching. Was ist nun der richtige Weg?

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Therapie bei Burnout - Was ist möglich?

Es gibt viele verschiedene psychotherapeutische Therapiemethoden. Von der Krankenkasse anerkannt sind Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Therapie und Psychoanalyse.

Verhaltenstherapie

Wie es uns der Name verrät, setzt die Verhaltenstherapie beim Verhalten des Patienten an. Es werden Verhaltensmuster analysiert und Lösungsmöglichkeiten für problematisches Verhalten erarbeitet. Das Ziel der Therapie ist, das der Patient Verhaltensänderungen vornimmt und diese neuen Verhaltensweisen erfolgreich im Alltag umsetzt.

Psychoanalyse

Das Bild von Freud und dem Sofa kennst du bestimmt. In der Psychoanalyse werden vom Therapeuten kaum Ratschläge gegeben. Es wird sehr viel über die Kindheit und die Erlebnisse zwischen Kind und Eltern gesprochen und wie sich diese Erlebnisse auf das Verhalten und den Glauben an sich auswirkt.

Tiefenpsychologisch fundierte Therapie

Es wird auf die tieferliegenden Gründe für das Verhalten des Patienten geschaut. Die Kindheit und seelische Konflikte spielen hier eine große Rolle, aber auch die Gegenwart. Diese Art der Therapie ist direktiver als die Psychoanalyse, denn hier bekommt der Patient ab und zu konkrete Ratschläge. 

Andere Therapiemethode, wie die Systemische Therapie, Gestalttherapie und die Gesprächstherapie sind genauso anerkannte Therapieverfahren. Allerdings werden diese als ambulante Therapie nur teilweise oder gar nicht von den Krankenkassen bezahlt. Kannst du dir eine Therapie für dich vorstellen, sprich zunächst mit deiner Krankenkasse!

DIE Therapie bei Burnout

Es gibt nicht DIE Therapiemethode für Burnout!

Welche Methoden und Maßnahmen angewendet werden, wird sich aus deiner Geschichte, wie du ins Burnout geraten bist, entwickeln. Ein gibt kein Patentrezept!

Was heißt das im Umkehrschluss?

Es spielt eine große Rolle, wie du in die Erschöpfung geraten bist! Was hast du bisher dafür getan, um dich so zu fühlen, wie du dich fühlst? 

Gespräche werden dich nur weiterbringen, wenn du auch umsetzt, was besprochen wird. Deine Probleme werden sich nicht in Luft auflösen, nur weil du drüber sprichst!!! 

Hast du das für dich erkannt, weißt du, dass DU - deine Gedanken, deine Gefühle, dein Handeln - für deine Entwicklung verantwortlich bist!

Nicht der Therapeut!!!

Egal, ob Therapeut oder Coach, Arzt oder Psychologe - wir können dir zeigen was dir hilft, umsetzen musst du es allein.

Mach dich verantwortlich für dich - für dein Leben - für deine Gedanken - für deine Gefühle - für dein Handeln.

Therapie, Coaching oder Selbsthilfe?

Diese Entscheidung sollte jeder für sich treffen! Manche brauchen jemanden, wie einen Coach an ihrer Seite, um überhaupt den Wald vor lauter Bäumen zu sehen und die richtige Richtung zu finden. Aufgaben und Übungen setzen sie selbstständig um und sind für Veränderungen bereit. Andere Menschen brauchen ein ganz feste Struktur - einen festen Ablaufplan, wie in einer Klinik. Und wieder anderen reichen Impulse und Lösungsvorschläge in Form von Büchern, Videokursen und Audiodateien im Selbstcoaching aus.

Es gibt keine richtige Antwort auf diese Frage! Ich würde sagen, dass es ganz darauf ankommt, was für ein Typ du bist. Und es kommt bestimmt auch darauf an, in welcher Phase des Burnouts du dich befindest. 

Lange Zeit habe ich die Erkrankung meines Sohnes als Ausrede für mich benutzt, nichts verändern zu können, vom Leben gezeichnet zu sein und mich so schrecklich fühlen zu dürfen. Welch ein Bullshit! Ich habe immer die Wahl! Es gibt nicht die Situation, die uns sagt, wie wir sein müssen! Und ganz ehrlich, wer hat denn was davon, wenn wir wie ein Häufchen Elend durchs Leben gehen. Niemand. Meinem Sohn ging es dadurch bestimmt nicht besser! Als ich diesen Gedanken das erste Mal so richtig gedacht und gefühlt haben, gab es ein echte Kehrtwende. Denn nur sagen, wenn es mir gut geht, geht es auch den anderen gut - hilft nicht. Wir müssen das auch fühlen!!!

Es ist eine Entscheidung sich gut zu fühlen und zwar jeden Tag. Und ja, es ist Kopfsache! Absolut! Auch, wenn dein Körper schwach ist und du ihn zunächst ausreichend versorgen und pflegen musst, um Energie für die seelischen Themen zu haben, ist es eine innere Entscheidung, die du triffst! Die Entscheidung, dich in ein glückliches Leben zu entwickeln. Und das kann jeder Mensch nur für sich allein tun.

Ein Therapeut zeigt dir Möglichkeiten und Wege, wie du mit seelischen Themen umgehen kannst. Ein Coach auch.

Du selbst hast die Antworten längst in dir!!! Du musst nur hinsehen und dich trauen deine Wahrheit zu leben!

Ich glaube daran, dass jeder, der die Mühe und Energie aufgebracht hat, in einen Burnout zu geraten, wieder Energie aufwenden kann, um dort hinaus zu kommen!

Burnout als Chance

Diesen Ansatz finde ich sehr gut und wirklich hilfreich. Der Psychotherapeut Dr. Rolf Merkle schreibt "Betrachten sie den Burnout als Chance, mit etwas aufzuhören, dass Ihnen - und vermutlich Ihrer Familie auch - schadet." 

Was wäre, wenn du deine jetzige Energielosigkeit als Möglichkeit wahrnimmst, eine Reise zu dir selbst anzutreten - deine wahre Essenz kennenzulernen und darin deine Energie wieder zu finden.

Energieverlust erleiden wir nur dann, wenn wir

  • andauernd Dinge tun, die wir eigentlich nicht wollen, uns aber immer wieder schön reden,
  • wenn wir unsere Energien in alle Richtungen streuen und nicht fokussiert sind
  • perfekt sein wollen
  • immer anderen gefallen wollen, ohne es mit unseren Werten abzugleichen
  • reaktiv leben und alles von äußeren Gegebenheiten abhängig machen
  • nicht achtsam mit uns, unserem Körper und unseren Gefühlen sind
  • unserem Körper schaden
  • und vieles mehr

Am Ende kann ich dir nicht sagen, ob es ein Mythos ist oder nicht. Das liegt immer im Auge des Betrachters. Ich würde nur so weit gehen und sagen, dass eine Therapie nicht notwendig ist. Ob du sie brauchst liegt in deinem Ermessen.

Eine Meditation, um von Außen nach Innen zu gelangen

Alles Gute für dich,

Deine Kerstin

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