Burnout-Prävention mit Ernährung – 5 erste und einfache Steps - Burnout selbst behandeln

Burnout-Prävention mit Ernährung – 5 erste und einfache Steps

Ernährung ist ein wirklich schweres Thema. Es gibt 1000 Meinungen und Diäten, 1000 Vorschläge und irgendwie scheint alles von dem anstrengend zu sein.

Viele Menschen können gar nicht mehr recht darauf reagieren, wissen nicht wie und was genau sie ändern können oder sollen, resignieren einfach und machen so weiter, wie bisher.

In diesem Artikel soll es nicht nur darum gehen, wie du einem Burnout vorbeugen kannst, sondern auch wie du es schaffen kannst mit der richtigen Ernährung deinen Erschöpfungszustand (Burnout) gezielt zu behandeln.

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Prävention oder Therapie?

Du machst letztendlich beides! Zum einem beugst du einem heftigen Burnout vor und du therapierst gleichzeitig deinen Körper. Die Ernährung ist der einfachste Weg dem Burnout vorzubeugen, aber auch im ersten Schritt einen Burnout zu behandeln.

Denk nicht so viel darüber nach, sondern fang einfach an. Am besten heute. Wenn du nämlich zu viel nachdenkst, findest du ganz leicht Gründe, das Thema Ernährung nicht anzugehen.

Wie du anfangen kannst? Ganz einfach: Schalte deinen Verstand ein! Das mag vielleicht hart klingen, ist aber leider die Wahrheit. Wir lassen uns so viel vorgaukeln und laufen immer wieder mit der Masse mit. 

Ich bin der Überzeugung, dass eine Ernährungsumstellung ganz leicht sein kann und nicht mit „hungern“ oder „Verzicht“ zu tun haben muss. Ich bin aber auch der Meinung, dass wir manche Dinge einfach manchmal tun müssen, weil es gut und wichtig ist, auch wenn es verdammt schwer ist, sich dafür zu begeistern oder anzufangen.

Essen ist etwas Schönes.

Das ist meine Devise. Und es soll schön bleiben, auch wenn es gesund ist. 😉

Wenn du an Ernährungsumstellung denkst, kommen wahrscheinlich Gedanken auf, wie:

„Jetzt darf ich keine Leckereien mehr essen“ oder „Das schaffe ich niemals, immer nur gesund zu essen.“

Stimmt. Deine Gedanken sind gar nicht falsch.

Ja, es ist schwer. Es ist verdammt schwer, Gewohnheiten zu ändern und Neues zu beginnen und durchzuhalten. Vor allem ist es dann schwer, wenn du bisher nicht besonders gesund gegessen hast und häufiger in der Woche Fast Food zu dir nimmst. Dann ist es anfangs fast wie Entzug von Suchtstoffen.

Frage dich: Wofür?

Die Frage ist aber wofür machst du das? Und was willst du erreichen?

Ich habe es getan und ich habe es geschafft durchzuhalten, weil ich schon nach wenigen Tagen bemerkt habe, dass es mir besser geht. Die Erschöpfung wurde spürbar weniger, ich konnte mich viel besser konzentrieren, mein Wach-Schlaf-Rhythmus war wieder auf Normalniveau und ich fühlte mich rundum wohler. Vorher gab es nicht unbedingt Fast Food oder schnelles Essen zwischendurch. Wir haben immer gekocht, aber eben auch sehr viele Lebensmittel gegessen, von denen ich wusste, dass ich entweder eine Intoleranz habe oder sie merklich nicht gut vertrage. Das ist schon etwas selbstzerstörerisch. Aber ich könnte wetten, dass du ähnliches von dir kennst. 

Ich mach das also für mich, für mein Körpergefühl, für mein Wohlgefühl, für mehr Power. Mittlerweile gehört der grüne Smoothie in mein Leben. Ich habe ihn mir angewöhnt, genauso wie ich mir damals angewöhnt habe, dass nach jedem herzhaften Essen unbedingt was Süßes hinterher muss (habe ich mir wieder abgewöhnt).

Und du? Wofür würdest du deine Ernährung umstellen?

  • für mehr Energie am Tag?
  • Für ein verbessertes Körpergefühl?
  • Für die bessere Konzentration?
  • Für mehr Selbstbewusstsein?
  • Für deine Figur?
  • Für ein besseres Bauchgefühl?
  • Für eine verbesserte Verdauung?
  • Für deine allgemeine Gesundheit?
  • Für eine bessere Stimmung?
  • Für einen ausgeglichenen Hormonhaushalt?
  • Für einen besseren Schlaf?
  • Für ein verbessertes Hautbild?
  • Für schönere Haare?
  • Vielleicht auch um ein bisschen abzunehmen und straffer zu werden?
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Stressige Zeiten

Du hast sicherlich die ein oder andere stressige Phase hinter dir und der tägliche „Wahnsinn“ ändert sich selten in totale Entspannung. Stress ist irgendwie immer da. Termindruck, Streit mit dem Partner, dein eigener Perfektionismus, der dich ständig antreibt usw.

Bist du gestresst, schüttest du Stresshormone aus. Die sogenannten Katecholamine. Dein Körper spannt sich an, es gelangt weniger Sauerstoff in deine Zellen und du übersäuerst.

Zu spüren ist das in weniger Muskelkraftleistung. Du kommst zum Beispiel schwerer die Treppe hoch, bist schneller müde und hast viel weniger Lust auf körperliche Bewegung.

Die Konzentration lässt auch zu wünschen übrig. Du bekommst schlechte Laune und wirst nervös.

Du bist ständig müde und fühlst dich dauerhaft erschöpft.

Und weitere Symptome könnten dazu kommen, wie zum Beispiel Kopfweh oder Rückenschmerzen, Schwindel und Übelkeit.

Um erstere Symptome zu kompensieren, essen einige Menschen einfach mehr. Andere können unter Stress gar nicht essen und verlieren immer mehr Gewicht. Beides ist schlecht!

In stressigen Zeiten ist die Ernährung besonders wichtig. Denn mit einer falschen Ernährung schaden wir uns noch mehr!

Für dich ist es bestimmt keine Präventionsmaßnahme mehr, dich mit deiner Ernährung zu beschäftigen, sondern du suchst nach konkreter Hilfe, weil du die Anzeichen für einen Burnout eventuell schon spüren kannst.

Es ist nie zu spät.

Zu spät ist es nie! Das ist wichtig zu wissen. Ich fing erst an, als ich am Tiefpunkt angelangt war.

Isst du mehr ungesundes Essen, oder nebenbei und sehr schnell, wirst du keine Energie mit dem Essen tanken, sondern tendenziell noch mehr Kraft und Energie verlieren. Ich war also soweit, dass mich jede Mahlzeit nur noch mehr müde und noch mehr kraftlos gemacht hat. Dabei habe ich nicht nur ungesund gegessen, aber es war immer in irgendeiner Form Zucker und Gluten dabei.

Das Ziel des Essens ist Krafttanken, Energiereserven auffüllen, Zellen nähren.

  • Isst du zu schnell, können wertvolle Vitalstoffe nicht in deine Zellen gelangen. 
  • Isst du Fast Food, hast du nur dafür gesorgt, dass dein Körper noch mehr Arbeit und somit Energieverlust hat, weil er versucht den ganzen Müll wieder loszuwerden. 
  • Rauchst du zusätzlich und trinkst Alkohol, schadest du dir noch mehr. Dein Körper muss noch mehr arbeiten, um Giftstoffe loszuwerden. Deine Zellen werden immer weniger versorgt und dein Immunsystem leidet noch stärker.

Beginnst du nun dich gesund zu ernähren, wirst du am Anfang feststellen, dass du unbefriedigt bist und irgendwie nach mehr verlangst. Du bekommst Heißhunger.

Das kommt daher, weil du dich so an leere Kalorien, Zucker, Fett und Salz, E`s und weitere chemische Substanzen gewöhnt hast und der jetzige Verlust dieser ganzen Suchtstoffe deinem Gehirn sagt, dass du Entzug hast und unbedingt mehr davon brauchst. 

Der Zucker ist eigentlich das Schlimmste. Denn überall ist Zucker drin. Versteckt. Jedes Fertigprodukt enthält Unmengen an Zucker und Salz und natürlich anderen Mist. Ich weiß, du wirst es tausendfach gehört und gelesen haben und es wird dir auf den Senkel gehen. Wahrscheinlich wirst du dir denken, dass du als Laie ja gar nicht wissen kannst, wo überall Zucker drin ist und du hast die Zeit nicht, dich damit zu beschäftigen und dir jede einzelne Verpackung anzusehen.

Ich gebe dir recht! Die Zeit hast du nicht. Und die musst du dir nicht nehmen. Eigentlich willst du, dass Schluss ist mit Lug und Betrug in der Lebensmittelindustrie. Will ich auch. 

Aber irgendwie kommen wir so nicht weiter. Nur vom Meckern ändert sich nichts.

Treffe eine Entscheidung!

Was du aber tun kannst, statt dich aufzuregen und dir das „nicht-wollen“ antrainieren, ist ganz einfach: Verzichte doch einfach auf all das verpackte Zeug! Verzichte auf Fast Food und all das Zeug, was offensichtlich schlecht für dich ist. 

Damit tust du nicht nur dir und deiner Gesundheit etwas Gutes, sondern der Umwelt auch. Du sparst Abfall.

Das ist eine Entscheidung, die du nur für dich treffen kannst. Das kann dir niemand abnehmen und niemand kann dich zwingen.

Und was die Rückfälle angeht. Ja, das kann vorkommen. Passiert mir auch. Sei nicht so streng mit dir und verbiete dir nichts. Verbote ziehen uns regelrecht an und animieren uns es doch zu tun. 

Machs dir einfach:

  1. Entscheide dich dafür, dich in Zukunft gesund und von frischen Lebensmitteln zu ernähren.
  2. Entscheide dich mehr Bio zu konsumieren.
  3. Entscheide dich immer mehr auf Fertigessen zu verzichten (dazu gehört auch Fruchtjoghurt oder was auch immer)
  4. Entscheide dich dafür dein Essen selbst zu kochen.
  5. Wenn du einen Ausrutscher hast, gräme dich nicht, sondern sein dir bewusst, dass es nur ein Ausrutscher war.
  6. Überlege dir wofür du das machst!


Meine Tipps für dich:

  1. Wenn du morgens mit Smoothies in den Tag startest, wäre das ein super Gewinn. Smoothies sollten frisch zubereitet werden und mindestens 2 Teile Gemüse, 1 Teil Obst enthalten. Niemals Zucker hinzugeben, wenn dann nur etwas Waldhonig. Überlege dir vorher welches Obst und Gemüse zusammen lecker schmecken.
  2. Achte darauf wie intensiv die Lebensmittel schmecken, wenn du sie bissfest garst. 
  3. Reduziere etwas Gluten. Wenn du morgens einen Smoothie hast, fällt das Brot schon mal weg. Das ist schon richtig gut.
  4. Koche regelmäßig frisch.
  5. Regional und saisonal sind eigentlich am besten. Ich kann mich auch nicht immer dran halten, aber ich versuche es. Gerade im Winter fällt es mir schwer.
  6. Wenn du viele Vitalstoffe aufnehmen möchtest, iss viel grünes Gemüse!
  7. Achte auf gesunde Fette, wie Kokosfett und Olivenöl.
  8. Iss weniger Milchprodukte. Wenn du Joghurt essen möchtest, iss lieber griechischen Naturjoghurt und schnipple dir selbst Bio-Obst dran.
  9. Sei kreativ beim Kochen und experimentiere auch mit Gewürzen.
  10. Möchtest du etwas süßes, greife auf Rohrohzucker zurück. (Verwende ab heute keinen raffinierten Haushaltszucker mehr!)

Fünf erste Schritte zur gesunden Ernährung

  1. Lass morgens Brot und Brötchen (Gluten) weg und entscheide dich für einen gesunden Smoothie. (Wenn dir der zu kalt ist, kannst du heißes, statt kaltes Wasser verwenden!) So startest du mit Power in deinen Tag.
  2. Iss mehr unverpackte Lebensmittel und greife mehr auf Bioprodukte zurück!
  3. Iss mehr frisch und koche regelmäßig!
  4. Benutze zum Süßen Rohrohrzucker oder Waldhonig!
  5. Benutze zum Salzen Meersalz oder Himalayasalz!

Ich wünsche dir tolle und leckere Mahlzeiten. Wenn du dich inspirieren lassen möchtest, dann schau in mein ANTISTRESS - FOOD Kochbuch mit über 50 Rezepten. 

Guten Appetit.

Du hast eine Frage? Schreibe mir im Kommentar oder direkt per Mail an kerstin@burnout-selbst-behandeln.de

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