Lebenskrise Burnout - So holst du dich da raus! - Burnout selbst behandeln
so kannst du dich selbst retten

Lebenskrise Burnout – So holst du dich da raus!

2015 hatte mich der Burnout erwischt. Die totale Lebenskrise. 

Schicksal? Gibt es das überhaupt? Vieles habe ich eindeutig selbst gemacht - sozusagen selbst gewähltes Schicksal! 😉

Ein Burnout ist in allen Lebensbereichen wirksam. Er verändert dein Leben vollkommen und stellt alles auf den Kopf.

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In meinen Augen ist Burnout eine Lebenskrise

Ich bin der Überzeugung, dass alles absolute Kopfsache ist. So auch ein Burnout.

Der Burnout beginnt schon lange bevor du überhaupt jemals daran denken würdest, dass es sich um Burnout handelt. Er beginnt im Kopf und zwar wie folgt. 

Vielleicht bist du perfektionistisch und übertreibst es damit so manches Mal? Vielleicht gönnst du dir wenig Freiraum und Zeit zum Genießen? Du musst immer so viel tun und es gibt so viel zu erledigen, an Freizeit ist da nicht zu denken. Du "leidest" unter einem massivem Helfer-Syndrom und fühlst dich vielleicht manchmal ausgenutzt? Du fühlst dich gestresst, aber sagst dir selbst immer wieder "Das wird schon wieder", änderst aber nichts an deinem Stresslevel? Neinsagen kannst du nicht?

Klar weißt du, dass dir das alles nicht gut tut. Du machst es aber immer wieder so, richtig? Weil du es nicht stoppen kannst. Du arbeitest also tatsächlich daran, einen Burnout zu bekommen?

Irgendetwas ist doch da in dir, was nicht ganz stimmt. Manchmal denkst du vielleicht sogar, dass du nicht ganz knusper bist?

So wirst du mit deinen stressigen Eigenschaften immer gestresster. Irgendwann fühlst du dich müde und erschöpft. Jetzt müssen die anderen herhalten. Du bist launisch. Du fühlst dich extrem ausgenutzt. Der Gedanke "Alle wollen nur" begleitet dich. Wenn dir jemand seine Hilfe anbietet, blockst du ab und fühlst dich angegriffen. 

Deine emotionale Welt ist durcheinander. Du gehst weniger unter Leute und ziehst dich mehr und mehr zurück. Allerdings findest du dafür immer wieder dieselben Aussagen "Ach, ich bin zu müde. Ich mag heute nicht.". 

Bekannte, Freunde und Familie sind enttäuscht und du hast ein schlechtes Gewissen, was dir noch mehr Stress macht.

Der Burnout kommt im Körper an

Du hast gefühlt immer mehr Stress. Stehst häufiger neben dir. Kannst dich weniger konzentrieren und bist oft genervt. Du willst deine Ruhe.

Diese Ruhe brauchst du nun auch unbedingt. Aber irgendwie kannst du innerlich nicht mehr entspannen. Die Gedanken kreisen und zerfleischen dich regelrecht. Deine Muskeln sind dauerangespannt.

Wenn du nie abschalten und zur Ruhe kommen kannst, können verschiedene Prozesse in deinem Körper nicht mehr stattfinden. Zum Beispiel die Regeneration. Unser Körper baut jeden Tag abertausende Körperzellen neu und repariert die beschädigten Körperzellen. Wenn du zu wenig Ruhe hast, also auch Schlaf, kann dein Körper diese Regeneration nicht mehr leisten. Über kurz oder lang bekommst du Haarausfall, graue Haut, Augenringe und Vieles mehr. 

Ich hatte zum Beispiel Aften im Mund, die sehr schmerzhaft waren. Mein Immunsystem war kaum noch vorhanden.

Verschiedene Hormone, die für ein psychisches Gleichgewicht sorgen, werden weniger gebildet. Du fühlst dich dadurch unausgeglichen und völlig neben der Spur.

Dein Körper ist so übersäuert, dass du Kleinigkeiten nicht mehr bewältigen kannst, ohne dich massiv anstrengen zu müssen. Ich konnte zum Beispiel nicht mal mehr die Treppe hoch-oder runtersteigen. Das sind nur 15 Stufen! Ich habe ewig gebraucht, um oben anzukommen. Oft habe ich auf Stufe 8 eine Pause einlegen müssen. Das war wirklich frustrierend!

Vielleicht kennst du den Begriff "Nebennierenerschöpfung"? Die Nebennierenerschöpfung ist der körperliche Burnout. Die Nebenniere bildet verschiedene Hormone, zum Beispiel das Stresshormon Cortisol. Aber auch Aldosteron und viele andere. Cortisol hilft deinen Stress abzubauen und angemessen auf Stress zu reagieren. Aldosteron hilft beim Verdauungsprozess von Fructose. Wenn nun diese Hormone und viele andere nicht mehr so gebildet werden können, weil deine Nebenniere erschöpft ist, musst du beginnen etwas zu ändern! Denn ohne Hilfe und Veränderung, kann sich deine Nebenniere nicht erholen!

Hier kannst du zur Nebennierenerschöpfung mehr erfahren!

Wie konnte es soweit kommen

Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten. Du hast irgendwann ein Bedürfnis befriedigt und hast dann deine Handlungsweise beibehalten, bis sie immer extremer wurde, weil du immer weniger Bedürfnisbefriedigung erreicht hast. 

Ein extremes Beispiel:

Wenn du perfektionistisch bist, hast du dich zu Beginn vollkommen zufrieden gefühlt, wenn du einen äußerlichen Zustand, zum Beispiel die Ordnung in deiner Wohnung erreicht hast. Die Befriedigung kam so richtig von Innen heraus. Woran nichts zu bemängeln ist. Das ist ganz normal und geht jedem so. Jetzt kam Besuch und hat dich wohlmöglich noch gelobt und dir immer wieder gesagt, wie toll das ist. 

Du lässt nun ganz außer Acht, dass Perfektionismus anstrengend ist und machst es immer wieder so und wirst dabei extremer. Weil der Ordnung, so wie es anfangs gewesen ist, irgendwann dein Bedürfnis nicht mehr stillt und so machst du es extremer, weil du unbedingt wieder ein gutes Gefühl erreichen möchtest. 

Jetzt kommt es soweit, dass du diesen Ordnungszwang als Ausrede benutzt, um anderes nicht machen zu können. So bringst du dir unbewusst bei, dass du zuerst das Bad in Ordnung bringen musst, bevor du dich amüsieren kannst. Im individuellen Coaching können wir die Frage klären, wo sich Mangelgedanken in deinem Leben befinden.

"Erst die Arbeit, dann das Vergnügen" ist zum Beispiel ein furchtbarer Glaubenssatz. Vielen Menschen steht dieser Satz extrem im Weg. Sie gönnen sich keine Pausen, bis der Prozess beendet ist. Irgendwann fallen sie völlig erschöpft in ein tiefes Loch und brauchen ewig, um sich wieder zu erholen. Also was spricht dagegen, eine kleine Kreativpause einzulegen? Die muss doch nicht mal lang sein! Oft reichen 10-20 Minuten schon aus.

Genauso kannst du dieses Beispiel auf das Helfer-Syndrom übertragen, oder darauf, dass du nicht nein sagen kannst.

Wenn du nämlich nicht nein sagst, bekommst du Zuwendung von anderen Menschen. Das wäre dann ein Bedürfnis, welches du unbewusst stillst. Wissen wir das alles, können wir uns selbst besser verstehen und wissen auch, wann es angebracht ist, zu uns selbst NEIN zu sagen.

Meine 3 Geheimnisse, wie du dieser Spirale wieder entkommen kannst

Geheimnis Nummer 1

Mache dir bewusst, wo du gerade stehst. Schau dir dazu unbedingt die 6 Burnout-Phasen an. Und, wenn du das herausgefunden hast, dann finde heraus, was deine wirklichen Bedürfnisse sind. Aber Achtung, sei hier konkret und richte sie nicht nach anderen Personen. Weder negativ noch positiv. 

Ein Beispiel: Ich habe das Verlangen mehr an der frischen Luft zu sein. 

Geheimnis Nummer 2

Teile dir regelmäßige Pausen ein und nutze sie als echte Pause! Nicht lesen, nicht essen, nicht hören, nicht reden! Eine echte Pause, in der es nur dich geht. Gib deinem Gehirn die Möglichkeit sich zu entspannen. So merkst du, dass sich deine Muskeln auch lösen und entspannen. Du fühlst dich ausgeglichener und innerlich ruhiger.

Ein Beispiel: Ein kleiner Spaziergang oder eine Meditation.

Geheimnis Nummer 3

Erlaube dir zu genießen und Altes loszulassen. Erlaube dir, dich auf das Jetzt zu fokussieren und die schönen Dinge zu sehen und sie anzunehmen. Lass es in dein Herz!

Wenn du von Burnout geplagt bist, weißt du was ich meine. Wir haben eine Mauer um uns herum gebaut, durch die niemand kommen soll. Wir wollen keine weiteren Verletzungen ertragen. Wir wollen eigentlich nur überleben, einmal schnipsen und alles ist wieder gut. 

Aber Achtung, niemand hat uns hinter diese Mauer gezwungen. Die haben wir selbst erschaffen! Schaffst du es nun, diese Mauer zum Einstürzen zu bringen, wirst du vielleicht einmal mehr weinen. Aber mit dem Weinen schaffst du das Loslassen. Und Loslassen darfst du, um wieder vollkommen gesund zu werden und zu neuen Kräften zu kommen.

Eine Aufgabe: Lächle dich jeden Tag 30 Sekunden im Spiegel an und sage dir, dass du es schaffen kannst dir selbst zu helfen. Vielleicht magst du eine Art Tagebuch führen und dir jeden Abend notieren, wie dein Gefühl über den Tag hinweg gewesen ist. Aber Achtung, wenn 10 Minuten nicht so toll waren, heißt es nicht, dass der gesamte Tag schlecht gewesen ist. 😉

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