Malen hat mich gerettet - Burnout selbst behandeln
Ein Bild von Menu Werdin

Malen hat mich gerettet

Malen bei Burnout - eine wunderbare Selbsttherapie.

In diesem Artikel beschreibt dir die Künstlerin Menu Werdin, wie sie es geschafft hat, sich selbst zu heilen. 

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Malen bei Burnout - Der wundervolle Weg zur Entspannung 

Worum es geht ... 

Vor einigen Jahren geriet ich in eine Lebenssituation, die mir so viel Kraft abverlangte, dass mir alles über den Kopf wuchs und ich mit nichts mehr in meinem Leben zurechtgekommen bin. Der Boden ist mir unter den Füßen weggerutscht, und schließlich ging gar nichts mehr. Ich landete im Burnout. Ich endete in einem unendlich tiefen Loch. Da saß ich dann und kam nicht mehr heraus.

Wenn euch das auch so oder ähnlich passiert ist oder ihr euch gerade in einer ähnlichen Situation befindet, dann wisst ihr, wovon ich spreche, und ihr könnt das alles sehr gut verstehen.

Ich möchte euch ein wenig aus meiner Lebensgeschichte erzählen, wie alles begann, wie ich voller Enthusiasmus, Kraft und Ausdauer einen meiner Lebensträume zu verwirklichen versuchte und weshalb es zu meinem Absturz kam.

Zuvor aber möchte ich euch gerne sagen, warum ich mich mit diesem Artikel an euch wende: Ich bin Künstlerin, Malerin, und das mit jeder Faser meines Lebens. Mich hat tatsächlich die Kunst gerettet. Ohne sie hätte ich vermutlich keinen Weg aus meinem Burnout gefunden. 

Alles fing vor Jahren an...

Gemalt habe ich, wie viele Kinder, gerne, und zwar frei nach meiner Phantasie. Aber in der Schule gefiel dies meinem Zeichenlehrer gar nicht. Er behauptete, meine Bilder wären für mein Alter zu außergewöhnlich und ich hätte sie unmöglich selbst gemalt. Er warf mir vor, dass ich sie abgemalt habe. Als ich zu widersprechen wagte, stellte er mich vor der ganzen Klasse zur Rede, bestellte sogar meine Mutter zu sich in die Sprechstunde und bezichtigte mich der Lüge. Dann zwang er mich so zu malen, wie er das wollte. Die Wirkung war fatal.  Eingeschüchtert und gedemütigt verlor ich jegliche Lust am Malen. Ich war total blockiert und hörte schließlich ganz damit auf.

Mit der Zeit suchte sich meine Kreativität ein neues Wirkungsfeld. Nachdem ich begonnen hatte zu studieren, wechselte ich zur Schauspielschule und wurde Schauspielerin. Das Theaterspielen wurde zu einer großen Leidenschaft. Zehn Jahre ging ich diesem Beruf nach, bis ich heiratete und einen Sohn bekam. Ich erzählte ihm sehr gerne Geschichten und Märchen, und schließlich begann ich, selbst Kinderbücher zu schreiben, dann Lyrik, Romane und Sachbücher. Ich hatte das Glück und fand auch Verlage, die einige meiner Bücher veröffentlichten.

In dieser für mich sehr produktiven Zeit kauften mein Mann und ich uns ein idyllisches und romantisches Anwesen mitten in der Natur, umgeben von Wald und Wiesen. Dies sollte unser neues Zuhause sein.

Alles schien perfekt. Doch wir hatten uns gründlich überschätzt. Die Renovierungsarbeiten an unserer Mühle wuchsen uns über den Kopf, verschlangen Unsummen an Geld und kosteten jede Menge Kraft. Wir hatten auch einen eigenen Verlag gegründet, da wir meine Bücher selbst vermarkten wollten. Die Verlagsarbeit begeisterte uns sehr, aber auch sie forderte natürlich unsere ganze Aufmerksamkeit. 

Dann brach eine Wirtschaftskrise herein. Die Verlagsbranche geriet in Schwierigkeiten. Für uns waren die Folgen dramatisch. Wir verloren nicht nur unseren Verlag und unsere Arbeit, sondern auch unsere gesamte Existenz, von unseren Träumen und Hoffnungen ganz zu schweigen. Ich stürzte ins Bodenlose. Ein kompletter Zusammenbruch bahnte sich an. Das Gefüge des Alltags brach auseinander, und ich fiel in Schweigen, geriet in innere und äußere Isolation. Burnout. Wochen, Monate dauerte das.

Das Malen hat Menu gerettet

Doch dann geschah etwas sehr Außergewöhnliches ...​​​​

Eines Tages, als ich so dasaß und mit Buntstiften auf einem Blatt Papier herumkritzelte, erlebte ich plötzlich eine Farbenflut - helle und bunte Farben durchfluteten mein Bewusstsein. Sie formten sich zu Bildern, zu Formen und Gestalten, und ich begann zu malen, zu malen und zu malen. Die kreative Kraft, die in frühen Kindheitsjahren so abrupt abgeschnitten worden war, kehrte mit einem Mal in aller Intensität zu mir zurück. Sie half mir nicht nur, den Burnout zu überwinden und wieder gesund und stark zu werden, sondern durch sie fand ich auch einen neuen Weg in meinem Leben.

Je mehr ich jetzt malte, um so besser ging es mir wieder, und bald drängte sich mir der brennende Wunsch auf, die Techniken der Malerei von Grund auf zu erlernen und ein Kunststudium zu beginnen, um professionell mit Pinsel und Farbe umgehen zu können. Das Großartige an dieser Sache aber war, dass meine verwundete Seele sich selbst damit gerettet hat und mich aus einer ausweglosen Situation mit neuem Leben erfüllte und zugleich einen neuen Lebensweg eröffnete.

Ein wundervoller Weg, zu innerer Ruhe zu finden ...

Schon bald konnte ich feststellen, dass die wiedergewonnene Kraft meiner Seele, die sich auf die Bilder übertrug, auch andere Menschen erreichte. Denn das Erstaunliche war, dass ich keine depressiven, düsteren oder destruktiven Bilder aus meinem Burnout heraus malte, sondern genau das Gegenteil: Bilder voller Frieden und Harmonie, mit einer besonderen Ausstrahlung und einer stillen, aus der Tiefe des Inneren kommenden Kraft.

So höre ich immer wieder von Menschen, die meine Bilder betrachten, wie sehr sie sich von ihnen berührt fühlen. Lange bleiben sie oft vor ihnen sitzen, schauen sie an und werden dabei innerlich ganz ruhig und glücklich. Manch einer fängt dann an, aus seinem Leben zu erzählen, und es ist wie ein Zurückfinden zu sich selbst.

Sehnen wir uns nicht in unserer hochtechnisierten, modernen grellen und medien- und informationsüberfluteten Welt nach Augenblicken der Besinnung, der inneren Stille und des Sich-selbst-Spürens? 

Ich möchte euch gern meine Bilder als einen ganz besonderen Ort vorstellen, an welchem ihr Entspannung, Ruhe und innere Einkehr zu euch selbst finden könnt. Wenn ihr euch dafür interessiert und noch mehr erfahren wollt, dann schaut doch gerne mal auf meine Website. Ich freue mich auf euren Besuch!

All meine lieben Gedanken umgeben euch, und ich wünsche euch viel Freude und Sonnenschein!

Eure Menu

Autoreninfo

Hi, meine Name ist Menu Werdin. Ich bin unweit einer mittelalterlich-romantischen Kleinstadt in Franken aufgewachsen, inmitten der Natur, umgeben von Wald, Wasser und Wiesen. Lange Spaziergänge mit Hund und Pferd prägten meine Kindheit und Jugend. Daneben genoss ich von klein auf eine musikalische Erziehung. Musik und das Erleben der Natur schulten schon früh meinen ästhetisch-kreativen Sinn in Wahrnehmung und Empfindung.

Nach dem Abitur machte ich mich nach München auf, der „Weltstadt mit Herz“. Dort studierte ich zunächst Psychologie, Sprechkunde und Theatergeschichte, ehe ich mich der Schauspielerei zuwandte und mich lange Jahre beruflich der Schauspielerei widmete.

Menu Werdin in ihrem Atelier

Nach der Geburt meines Sohnes organisierte ich mein Leben neu. Die Schauspielerei verwandelte sich von der darstellenden Kunst zum Schreiben, zuerst Drehbücher, dann Kindergeschichten, Märchen, Romane, Lyrik und Sachbücher. Viele Jahre verbrachte ich nun am Schreibtisch, fand im Schreiben meine neue Erfüllung und konnte auch einige meiner Bücher in renommierten Verlagen veröffentlichen.

Mein Burnout, von dem ich in meinem Gastartikel erzähle, warf mich dann komplett aus der Bahn und führte mich auf einen neuen Lebensweg: Ich wurde Künstlerin mit Leib und Seele und fand hierin einen wunderbaren neuen Sinn. 

Menu Werdin

kontakt@menuwerdin.de

www.menuwerdin.de

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