Nebennierenerschöpfung - Burnout selbst behandeln
Wenn der Burnout körperlich spürbar ist.

Nebennierenerschöpfung – Wenn der Burnout körperlich spürbar ist.

Du fühlst dich abgeschlagen und müde? Machen dir Ängste und Panik und depressive Gedanken zu schaffen? Fällt es dir schwer dich zu konzentrieren? Bist du häufiger erkältet? Hast du zu-oder abgenommen?

Dann leiden deine Nebennieren!

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Nebennierenerschöpfung - Was ist das?

Im Mittelpunkt der Burnout-Erkrankung steht die Nebennierenerschöpfung.

Es geht um die Stresshormon Cortisol, welches nicht mehr ausreichend produziert werden kann, wenn die Nebennieren erschöpft sind.

Wir sind perfekt genetisch programmiert. Nur leider nicht für die heutige Zeit. Wenn wir extremen Stresssituationen ausgesetzt sind, können wir schnell reagieren und handeln. Läuft uns ein Tiger über den Weg, nehmen wir die Beine in die Hände, weil es um Leben und Tod geht. Es werden Stresshormone ausgeschüttet, die bewirken, dass wir einhundert Prozent Leistung abrufen und uns aus brenzligen Situationen befreien können.

In Ruhephasen wird der Stress durch das Hormon Cortisol abgebaut.

Heute wird uns diese Programmierung zum Verhängnis. Durch die ständige Belastung und den konstanten Stress, schütten wir permanent Stresshormone aus. Wir kämpfen also stets um Leben und Tod. Die Nebennieren, die Produzenten des Cortisols, erschöpfen mit der Zeit und die Bildung anderer Hormone wird zurückgestellt. So können sich noch viele andere Einschränkungen ergeben, zum Beispiel könnte ein Kinderwunsch nicht erfüllt werden, weil die Progesteronbildung und andere Hormone eingeschränkt sind.  

Das alles zugunsten der Cortisolbildung und dem Stressabbau. Denn unser Körper möchte überleben. So sind wir programmiert. Er will den Stress loswerden, um Kräfte zu sammeln für das nächste "große" Erlebnis. Nur leider erleben wir pausenlos kleinen, mittelschweren und großen Stress. Die ständige Reizüberflutung, die Technisierung, W-Lan, die übermäßige geistige Spannung, der innere und äußere Druck - all das ohne Möglichkeiten der Ruhe und Entspannung. Keine Zeit zum Abschalten. Irgendwann ist unser Körper dem Stress nicht mehr gewachsen und die Nebennieren erschöpfen.

Wenn der Cortisolspiegel zu niedrig ist, schleichen sich andauernde Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Schmerzen im Nacken und Rücken, Frieren und Zittern, depressive Verstimmungen und andere Beschwerden ein, die sich mit der Zeit verstärken.

Auch die ungewollte Gewichtszunahme, für die kein erkennbarer Grund vorliegt, kann ein Symptom der Nebennierenerschöpfung sein.

Die häufigsten Symptome einer Nebennierenerschöpfung sind:

  • Es fällt dir schwer, morgens aus dem Bett zu kommen.
  • Du bist ständig müde, obwohl du ausreichend geschlafen hast.
  • Dein Essen ist dir häufig zu nüchtern und du "brauchst" mehr Salz.
  • Du fühlst dich energielos.
  • Du hast das Gefühl, dass dir deine alltäglichen Aufgaben über den Kopf wachsen und du keine Kraft hast, sie zu bewältigen.
  • Du bist schnell gereizt, genervt und wütend.
  • Du brauchst sehr lang, um dich zum Beispiel von einer Erkältung zu erholen.
  • Du lehnst körperliche Zuneigung ab.
  • Dir ist schwindelig, wenn du schnell aufstehst.
  • Du denkst viel häufiger "Wozu das alles, hat doch eh keinen Sinn."
  • Glücklich sein oder dich vergnügen gelingt dir nicht.
  • Deine Menstruationsbeschwerden sind extrem.
  • Du kannst dich schlecht konzentrieren und schweifst schnell ab.
  • Du bist zerstreut und es fällt dir schwer, dich zu erinnern.
  • Deine Leistungsfähigkeit hat stark nachgelassen.

Was ich persönlich in meiner eigenen Erfahrung rückblickend sehr interessant fand war, dass ich mich am Abend häufig besser fühlte.

Ist Burnout gleich Nebennierenerschöpfung?

Ja. Absolut. Jeder von Burnout Betroffene leidet unter einer Nebennierenerschöpfung! Aber nicht jeder, der unter Nebennierenerschöpfung leidet, hat einen Burnout.

Für mich ist das eine logische Schlussfolgerung. Denn, würden deine Nebennieren weiterhin Cortisol in den Mengen produzieren wie du es brauchst, um deinen Stress abzubauen, hättest du keinen Burnout.

Leider wird dem medizinisch wenig beigemessen. Das ist sehr schade, aber kein Grund zu verzweifeln.

Denn die Nebennieren sind nur erschöpft und nicht degeneriert. Das heißt, dass du sie wieder aufbauen kannst.

Warum Stressreduktion und Entspannungsverfahren nicht ausreichen

Einfach mal ausruhen und in den Urlaub fahren reicht leider nicht aus. 

Nach dem Urlaub fühlst du dich vielleicht wieder etwas gestärkt, aber es hat sich an sich nichts in deinem Leben geändert. 

Mit voller Kraft voraus und Elan steuerst du in die nächste Erschöpfungswelle. So retten sich viele Menschen von Urlaub zu Urlaub, bis irgendwann der große Knall kommt und sie zusammenbrechen.

Sind die Nebennieren geschwächt, ist der Körper geschwächt. Die Energie, die du über deine Ernährung zu dir genommen hast, kam immer weniger in den Körperzellen an, weil sie sofort umgesetzt wurde in Energie für die Cortisolproduktion.

Deine Körperzellen sind also leer. Jetzt kannst du dir sicher vorstellen, dass ein 14-tägiger Urlaub keine Nebennierenerschöpfung ausheilen kann. 

Meistens entwickelt sich die Nebennierenerschöpfung über viele Jahre und ist daher besonders heimtückisch. Sie schleicht sich ein und als Betroffene merkst du es erst, wenn es schon wirklich heftig ist und du Hilfe brauchst. 

4 Punkte, die du ab jetzt beachten solltest

Lass es erst gar nicht so weit kommen und verbessere deine Lebensqualität und den Umgang mit dir selbst.

Punkt 1: Wichtig ist, Stressfaktoren zu beseitigen.

Nicht nur die äußeren Stressfaktoren, die ständige Überforderung oder die Arbeit, sondern auch deine eigenen inneren Einstellungen zum Stress. Denn es kommt immer darauf an, wie du auf den Stress auf der Arbeit reagierst. Die Emotionen sind die Auslöser für die Erschöpfung. Denn die Emotionen sind immer körperlich spürbar.

Genauso können Bakterien und Viren Stress im Körper verursachen, der unbedingt beseitigt werden muss. Wenn du also unter immer wiederkehrenden Erkältungen oder anderen Infektionen leidest, muss das unbedingt medizinisch behandelt werden und ausheilen. 

Punkt 2: Erlaube dir, dich zu erholen und nutze dabei die Bildung der Hormone!

Der Körper braucht diese Regenerationsphasen. Die Regeneration des Körpers findet im Schlaf statt. Du solltest also auf ausreichend Schlaf achten. Achte auch darauf in einem dunklen Raum zu schlafen. Führe abendliche Rituale ein, um in die Ruhe und Entspannung zu kommen. Lass Fernsehen und alle W-Lan-Geräte aus, um Stress am Abend zu vermeiden!

Burnout ist häufig von Schlafstörungen begleitet. Lies dazu diesen Artikel.

Punkt 3: Ernähre dich vitalstoffreich!

Das ist in meinen Augen der wichtigste Punkt. Denn ohne eine gute Versorgung mit vitalstoffreicher Kost, können sich deine Nebennieren nicht erholen. Achte ganz besonders darauf wenig Süßes zu essen und verzichte auf verarbeitete Lebensmittel und Fastfood. Auch Brot und Kartoffeln solltest du meiden. 

Hier findest du 3 Gerichte, die dir auch bei Nebennierenschwäche helfen.

Punkt 4: Nimm ein leichtes Bewegungsprogramm in deinen Alltag auf!

Beachte, dass dich die Bewegung nicht zu sehr anstrengt oder dich gar überlastet. Sei hier achtsam mit dir und höre auf die Zeichen deines Körpers. Die Nebennieren brauchen leichte körperliche Belastungen, um sich zu aktivieren und sich zu regenerieren.

Lies hier, wie du deinen Stress mit Bewegung abbauen kannst, ohne dich zu überfordern!

Ich wünsche dir alles Gute.

Deine Kerstin

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