Stress abbauen mit Sport – Aber richtig! - Burnout selbst behandeln
Stress abbauen mit Sport - 3 Regeln

Stress abbauen mit Sport – Aber richtig!

Mit Sport kannst du deinen Stress abbauen, aber auch aufbauen. 

In diesem Artikel beschreibe ich dir 3 Regeln, die du unbedingt beachten solltest, wenn du nicht in die nächste Stressfalle tappen möchtest.

More...

Stress abbauen mit Sport - So geht's.

Sport ist eine sehr gute Möglichkeit, um den aufgestauten Stress loszuwerden. Dabei schlägst du gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. 

  1. Du bewegst dich und wer sich mehr bewegt, lebt länger. 😉
  2. Du achtest auf deinen Körper.
  3. Du kommst auf andere Gedanken und befasst dich mit dir selbst.
  4. Du wandelst Stress in positive Energie um und nutzt diese fürs Training.

Aber all das Gute kann auch nach hinten losgehen. Erst recht, wenn du Perfektionist bist. Hast du erst einmal Blut geleckt und siehst und spürst, wie sich dein Körper verändert, willst du mehr. Schnellere und noch bessere Ergebnisse - ein fataler Fehler. 

3 Regeln, die du kennen solltest

Diese 3 Regeln sollen dich dabei unterstützen, die "richtige Dosis Sport" für dich zu finden.

Manchmal ist es gar nicht so leicht, nein zu sich selbst zu sagen. Erst recht, wenn dein Ego unbedingt noch mehr gute Gefühle will. Aber was soll's! Wenn du dich überforderst, hörst du schneller wieder auf, als du angefangen hast.

Regel 1: Finde eine Sportart, die dich stärkt!

Fang nicht an zu joggen, wenn du laufen hasst, nur weil du einen plausiblen Plan bei Pinterest gefunden hast! Ich habe mir früher vorgestellt, wie schön es wäre, wenn ich laufen gehen würde. 

Herrlich, so durch die Weinberge zu laufen. Ja, aber nur in der Vorstellung. 

Die Realität sah ganz anders aus! Ich habe laufen noch nie gemocht. Ich kann es einfach nicht. Irgendwie ist mein Körper dafür nicht gemacht.

Für mich sind Krafttraining, Yoga und Pilates wunderbar. 

Wenn du gern Yoga machen würdest, dann beachte, dass du für Yoga auch Kraft brauchst! Ich empfehle immer, wenn jemand mit Yoga starten möchte, zuerst etwas Kraft aufzubauen. Diese Stabilität im Körper ist sehr wichtig, um sich beim Yoga nicht zu verletzen. 

Beginne mit einer Sportart, wo es dich hinzieht. Oder etwas, was du schon gemacht hast und dein Körper die Bewegungsabläufe kennt. 

Vermeide unbedingt Mannschaftssportarten! Hier kann der Leistungsdruck für dich zu hoch werden. Du überforderst dich und gibst wieder auf ohne Ergebnisse zu erzielen.

Wenn du keine Idee hast, welche Art von Sport du machen könntest, um deinen Stress abzubauen, beginne mit Kraftübungen ohne Geräte! Eine Übungsreihe für den Anfang findest du in diesem Blogartikel (klick)!

Regel 2: Steigere die Intensität kontinuierlich, aber langsam!

Wenn du mit Sport beginnst und Erfolge siehst, möchtest du diese positiven Gefühle und Erlebnisse unbewusst gern steigern. Zum Beispiel beginnst du mehr Körperkraft zu fühlen oder du fühlst dich ausgeglichener und innerlich ruhiger, dein Körper hat sich zum Positiven verändert und so weiter. Naja, davon wollen wir alle mehr. Ganz klar. 

Du beginnst die Intensität zu steigern. Du fühlst dich stärker und bist "über"motiviert. Du machst statt 20 gleich 30 Kniebeuge und das gleich 3 mal und erhöhst bei allen anderen Übungen auch.

Das Ergebnis wird Muskelkater sein. Was nun nicht wirklich schlimm ist, aber du wirst merken, dass dich der Muskelkater ganz schön runter zieht. Denn Muskelkater macht den Körper sauer. Und das bedeutet zusätzliche Belastung.

In meiner Vergangenheit habe ich viel Kraftsport gemacht und mich über jeden Muskelkater gefreut, weil ich wusste, dass nun etwas in meinem Körper passiert. Meine Muskeln wachsen. Das war mein Ziel. Denn nur die Muskeln formen den Körper.

Während ich mich aus dem Burnout herausgeholt habe, habe ich mit Kraftsport wieder angefangen und viel zu schnell die Intensität gesteigert. Das ging nach hinten los. Ich fühlte mich so sehr schlecht, dass ich das Training wieder eingestellt habe.

Das soll dir nicht passieren!

Ein Burnout oder massiver Stress oder totale Erschöpfung sind eben ganz anders mit Sport zu behandeln, als "normaler" Alltagsstress. Weil das Hormonsystem eine große Rolle spielt! Machen wir Sport braucht unser Körper das Stresshormon Cortisol. Sind die Nebennieren erschöpft, wie es bei Burnout und Co. der Fall ist, schaffen sie es nicht genügend Cortisol zu produzieren und du fällst in ein tiefes Loch und brauchst ewig, um dich davon zu erholen.

Ich empfehle dir einen Plan zu haben und dem nachzugehen. Ändere den Ablauf und die Intensität nur, wenn du zu 100 Prozent sicher bist, dass du auch mit der Intensitätserhöhung keinen Muskelkater bekommen wirst!

Ein Beispiel: Sagen wir du startest mit 10 Kniebeugen täglich, dann machst du 1 Woche später 15 und wieder eine Woche später 2 x 10.

Regel 3: Sorge für ausreichend Nährstoffe und Flüssigkeit

Eine gesunde Ernährung ist Pflicht! 

Dein Körper braucht die Energie, um überhaupt Veränderungen im System herbeizuführen! Sind die Körperzellen leer, kann dein Körper keine Energie aufbringen, um die Belastung durch Sport angemessen umzusetzen. 

Das bedeutet:

  1. Weniger Zucker! Weil Zucker nicht süß, sondern sauer macht. 😉 Eine Übersäuerung verbraucht sehr viel Energie. Du musst dir vorstellen, dass dich dein Körper von Giften befreien will.
  2. Weniger Kaffee und Tee! Weil Koffein und Teein deinen Mineralienhaushalt durcheinander bringen und dein Körper zu viel Energie verbraucht, um wieder ein Gleichgewicht herzustellen.
  3. Vermeide verarbeitete Lebensmittel, Fastfood und Mikrowellenessen! Das sind leer Kalorien ohne Mehrwert.

Wenn du Lust hast, notieren dir mal eine Woche lang, wieviel Wasser du täglich trinkst. Oft schätzen wir eine Menge, die überhaupt nicht der Realität entspricht. 

Ich habe immer gedacht, dass ich mehr als 2 Liter Wasser trinken würde. Seitdem ich ein Bullet Journal führen und mir notieren, wieviel Wasser ich wirklich trinke, weiß ich, dass ich bis vor kurzem maximal 2 Liter getrunken habe. Jetzt trinke ich 2,5 Liter Wasser (nur Wasser) zusätzlich 1 Kaffee und 1 Tee am Abend. Dadurch erlebe ich mehr Energie und kann mich leichter konzentrieren.

Teste es für dich aus und wenn du dir aufschreibst wieviel du getrunken hast, halte doch mal fest, wie du dich mit ein bisschen mehr Flüssigkeit fühlst.

Alles Gute für dich und bleib dabei,

Deine Kerstin

Dieser Artikel über Stressbewältigungsstrategien wird dich auch interessieren:

-> 30 Strategien zur Stressbewältigung für Frauen​​​​​​​​

Click Here to Leave a Comment Below