Wie äußert sich Burnout? - Burnout selbst behandeln
Wie äußert sich Burnout?

Wie äußert sich Burnout?

In diesem Artikel erfährst du, wie sich Burnout äußert und was dahinter steckt. Die Definition, die Symptome, speziell die Symptome bei Frauen, die Ursachen und die Anzeichen eines Burnouts – all das kannst du hier nachlesen.

Am Wichtigsten ist, dass du dir gegenüber ehrlich bist und beginnst dir selbst zu helfen. Lies diesen Artikel und finde heraus, ob du unter Burnout leidest.

Die Definitionen zu Burnout

Burnout heißt einfach ausgedrückt Ausgebranntsein. Es beschreibt das Gefühl der totalen Erschöpfung. Dieses Erschöpfungsgefühl kann aus einer Überlastung auf der Arbeit oder im Alltag entstehen.

Körperliche Symptome, wie Rückschmerzen oder Schlafstörungen sind keine Seltenheit und begleitet oft die zu hohe Stressbelastung. Was früher einmal einfach und schön gewesen ist, fühlt sich in dieser Zeit wie eine riesige Last an.

Betroffene zwingen sich zur Arbeit zu gehen und fühlen sich nicht in der Lage einfachste Tätigkeiten auszuführen. Alles ist ihnen zu viel.

Im medizinischen Sinne ist Burnout keine „echte“ Krankheit, sondern die Ansammlung vieler Symptome und Anzeichen, die dieses Syndrom ausmachen.

Laut dem ICD, einem Handbuch und Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen, handelt es sich bei Burnout um ein „Problem der Lebensbewältigung“.

Für Mediziner ist es oft sehr schwer eine eindeutige Diagnose zu stellen.

Achtung: Burnout grenzt sich von Depressionen in einem Punkt sehr deutlich ab. Von Burnout Betroffene haben auch in der Akut-Phase einen eindeutigen Lebenswillen. Sie wollen aus dieser Misere raus und wieder glücklich sein. Sie sehen das Licht am Ende des Tunnels. Wohingegen ein von Depressionen Betroffener in der akuten Phase dieses Licht nicht mehr sehen kann. 

Wie äußert sich Burnout? Die Burnout-Symptome.

Die Symptome des Burnouts sind recht vielfältig:

Emotionale Symptome

  • Stimmungsschwankungen
  • Frustration
  • starker Widerstand zur Arbeit zu gehen
  • Versagensangst
  • u.v.m.

Körperliche Symptome

  • muskuläre Verspannungen
  • ständige Müdigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen
  • sexuelle Probleme
  • Rückenschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Kopfschmerzen
  • Schwindelgefühle und Gleichgewichtsprobleme
  • Herzrasen

Auch wenn der eine oder andere Punkt auf dich zutrifft, heißt das nicht gleich, dass du an Burnout erkrankt bist.

Wenn du nun feststellst, dass mehrere Punkte auf dich zutreffen, ist die Gefahr sehr groß an Burnout zu erkranken. Schau hier genauer hin und beobachte dich selbst.

Ich hatte in meinem eigenen Burnout immer wieder das Gefühl, mich selbst verloren zu haben. Und das kam erst relativ spät.

Hier kannst du die einzelnen Burnout-Phasen nachlesen. Und ich beschreibe dir in dem Artikel, wie ich die Phasen erlebt habe. (klick)

Die Typischen Symptome eines Burnouts bei Frauen

  • Stimmungsschwankungen, Gereiztheit, schlechtes Gewissen
  • Müdigkeit, Kraftlosigkeit
  • Schlafstörungen (Einschlafen, Durchschlafen)
  • körperliche Probleme: Rückenschmerzen, Magenschmerzen, Kreislaufprobleme, Hörsturz, Tinnitus, Schwindelgefühle, häufige Infekte
  • Verzweiflung, Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit
  • Lustlosigkeit, Motivationslosigkeit
  • Widerwillen der Arbeit nachzugehen
  • Gefühle von Versagen und ständigem Misserfolg
  • sich selbst am wenigsten Bedeutung beimessen, Gleichgültigkeit selbst gegenüber
  • Rückzug von Freunden, Bekannten, Kollegen

Zu beobachten ist, dass Frauen anfangs körperliche Symptome zeigen, die sich häufen können. Die seelischen Probleme zeigen sich sehr oft erst später.

Bei Männern ist es eher umgekehrt. Männer zeigen anfangs eher die seelischen Symptome.

Wenn du auf den Button klickst, findest du eine Checkliste. Dort kannst du dich eintragen, um die Checkliste auszufüllen und im Anschluss bekommst du 2 tolle Übungen, die dir helfen, dich von Stress zu befreien und mein Lieblingsrezept für einen schwungvollen Start in den Tag. 

 

Die Ursachen für Burnout

Die folgenden Ursachen für einen Burnout kennst du wahrscheinlich sehr genau.

Wenn diese Eigenschaften extrem ausgeprägt sind, bist du erstens weniger glücklich, weil du mit dir selbst wenig achtsam bist.

Und zweitens setzt du dich selbst immer wieder unter Druck.

Lies dir die folgenden Eigenschaften durch und sei dabei etwas selbstkritisch.

Nimm dich unter die Lupe!

Fünf Eigenschaften, die Burnout begünstigen können:

1) Perfektionismus

Oft stellen wir zu hohe Anforderungen an uns. Wir wollen alles perfekt machen, egal ob im Beruf, Privatleben oder im Hobby.

Unser Ziel ist oft unerreichbar. Hinzu kommt, dass wir möglichst allen anderen alles recht machen möchten.

Höchstleistungen ist uns sehr wichtig und Fehler können wir uns oft nicht richtig verzeihen. An Pausen ist kaum zu denken.

Leider ist es häufig so, dass wir stärker arbeitet und mehr Leistung abrufen, wenn wir spüren oder tatsächlich sehen, dass wir unser Ziel nicht erreichen. So läuft der Akku langsam leer, es kommt zur Überlastung und Burnout.

Meine Empfehlung für dich: Betrachte deinen Haushalt nicht mehr als so wichtig. Entspanne dich! Der Staub liegt auch morgen noch dort. Du musst nicht immer alles sofort machen und dich vor allem damit nicht unter Druck setzen. Putzen ist nicht lebensnotwendig!

2) Ehrgeiz/ zu geringes Selbstwertgefühl

Meistens sind wir überehrgeizig, wenn wir uns über unsere Leistung definieren. Es genügt uns nicht, wir selbst zu sein. Das bedeutet, dass wir uns immer wieder aufs Neue beweisen müssen, vor allem vor uns selbst.

Unser Selbstwertgefühl können wir leider nicht dauerhaft mit Leistung nähren, denn diese müssen wir ständig wieder neu abrufen, um uns gut zu fühlen. Ein ständiger Kreislauf.

Und der Akku läuft wieder leer, denn wir hetzen uns von Herausforderung zu Herausforderung und kommen nicht zur Ruhe.

Meine Empfehlung für dich: Nimm dir nicht zu viel vor! Ein Aufgabe erledigen und fertig! Und vor allem, wenn du fertig bist, fang nicht an, daran rumzunörgeln! Lass es so stehen und gut ist. Das Ergebnis ist immer gut genug. Da bin ich mir sicher.

3) Helfersyndrom

Das Helfersyndrom schadet uns sehr. Wir Frauen opfern uns oft für Andere auf, nehmen all unsere Kräfte zusammen, hören zu und finden für alle Anderen Lösungen. Am Ende fehlt uns die Kraft für uns selbst und wir brechen zusammen. Burnout! Eine große Falle.

Durch unsere Aufopferung nähren wir unser Selbstwertgefühl, weil wir uns gebraucht fühlen. Leider ist das nichts Dauerhaftes!

Das Gefühl gebraucht zu werden, müssen wir meist täglich haben, dass wir uns wertvoll fühlen. Und hier ist sie wieder, die Spirale.

Meine Empfehlung für dich: Achte nicht so viel auf andere Menschen. Achte mehr auf dich und deine Bedürfnisse! Komm zu dir zurück! Mach was für dich und dein Wohlbefinden!

4) Nicht Nein sagen können

Das ist wohl die der Frauen liebste Fähigkeit. Und auch hier spielt das geringe Selbstvertrauen eine große Rolle. Wenn wir es uns wert wären, uns Ruhe zu gönnen oder etwas für uns selbst zu machen, könnten wir Nein sagen.

Dadurch, dass wir nicht Nein sagen, fühlen wir uns oft ausgenutzt.

Gerade Frauen streben nach Harmonie und tuen sich sehr schwer Grenzen zu setzen und Nein zu sagen.

Meine Empfehlung für dich: Fange heute schon an mindestens ein mal täglich eine Bitte auszuschlagen und begründe mit „Ich kann … nicht tun, weil ich mich um mich selbst kümmern muss.“ Fertig, ohne weitere Rechtfertigungen.

5) Es fehlen die Strategien zur Stressbewältigung

Im Prinzip können wir dem Druck nur standhalten, wenn wir über entsprechende Strategien verfügen.

Zu den Strategien gehören zum Beispiel:

  • Fähigkeit, delegieren zu können
  • Fähigkeit, loszulassen und am Abend abschalten zu können
  • Fähigkeit, nicht alles persönlich zu nehmen
  • eine gute Organisationsfähigkeit und sich nicht zu verzetteln
  • nicht alles zur selben Zeit machen zu wollen

Meine Empfehlung für dich: Setze alle Strategien um und führe sie in dein Leben, wie eine Selbstverständlichkeit, ein! Manches wirst du sicher schon tun. Anderes wird dir schwer fallen. Dann fange mit dem, welches dir schwer fällt an!

Das gesunde ICH

Weitere Ursachen für Burnout

  • ständige Überforderung auf der Arbeit und im Alltag
  • zu wenig Zeit zum Regenerieren
  • Belastungen, wie Mobbing können auch zum Burnout führen
  • Schlafstörungen kombiniert mit ungesundem Essen

Wie äußert sich Burnout? Die Anzeichen von Burnout.

Manchmal hilft es sich selbst ein paar Fragen zu stellen, um zu wissen, was los ist und sich seinen eigenen Zustand ganz genau vor Augen zu führen.

Gerade dann, wenn du eigentlich schon weißt, dass etwas nicht in Ordnung ist und du anfangen solltest, etwas für dich zu tun, ist es schwer einen Anfang zu finden.

Fragen, die du dir selbst stellen kannst

  • Du kannst dich über nichts mehr freuen?
  • Du interessierst dich für gar nichts mehr? Auch nicht für deine Hobbys?
  • Du kannst dich auf nichts mehr konzentrieren und schweifst schnell ab?
  • Gespräche sind dir zu anstrengend oder sogar lästig?
  • Bist du nur noch unzufrieden mit dir selbst?
  • Du fühlst dich hilflos?
  • Bist du ständig frustriert und resignierst?
  • Hast du Angst oder sogar Panik?
  • Vertraust du dir selbst nicht mehr?
  • Bist du immerzu müde und antriebslos?
  • Hast du körperliche Beschwerden, für die es keine Erklärung gibt? Zum Beispiel: Magenschmerzen, Kopfweh, Übelkeit, Rückenschmerzen, Gleichgewichtsstörungen, Herzrasen?
  • Hast du das Gefühl, ständig unter Strom zu stehen? Trotzdem geht nichts voran?
  • Grübelst du viel? Kannst du nachts nicht schlafen?

Wie viele Fragen hast du mit „JA“ beantwortet? Ich hoffe, nicht so viele.

Aber wenn du meine Geschichte vor der Aufzählung gelesen hast, weißt du, dass nicht so viele „Ja“ notwendig sind, um burnoutgefährdet zu sein oder sogar mittendrin zu stecken.

Du solltest dich selbst kritisch überprüfen und dir eingestehen, wie es dir wirklich geht. Nur dann kannst du richtig handeln.

Wie äußert sich Burnout in seinen Phasen? 6 Phasen und wie ich sie erlebt habe.

Stelle dir hier eine Treppe vor, auf der du ganz oben stehst. Schau nach unten, denn das ist es, was passiert, wenn du die 6 Phasen durchschreitest. Du gehst auf diesem Weg 6 Stufen hinunter.

Erste Phase

Du bist übertrieben ehrgeizig und hast eine erhöhte Leistungsbereitschaft. Du willst unbewusst unbedingt Allen zeigen, was du alles kannst und schaffen kannst.

Zweite Phase

In dieser Phase blendest du deine eigene Bedürfnisse aus und schiebst sie wie Fussel unter den Teppich. Du ignorierst Warnsignale, wie immer weniger werdende soziale Aktivitäten. Überforderung schließt du vollkommen aus.

Dritte Phase

Du blendest erste Beschwerden aus, wie häufige Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Rückenschmerzen, Schwindel und psychische Symptome.

Vierte Phase

Du ziehst dich vollkommen in dich selbst zurück. Dein Partner und deine Familie wollen intervenieren und wollen dir helfen und dich unterstützen. Du fühlst dich stattdessen angegriffen und bist vollkommen beratungsresistent.

Fünfte Phase

Du hast nur noch das Gefühl zu funktionieren und wandelst durch dein Leben, wie ein Roboter. Du entfremdest dich von dir selbst und fragst dich wo du abgeblieben bist.

Sechste Phase

Du bist extrem erschöpft, körperlich und seelisch. Dein Immunsystem ist in dieser Phase sehr schwach. Ein Beispiel aus meiner Erfahrung mit Burnout wäre in dieser Phase die Aften im Mund. Mein Körper hat mir hier mehr als deutlich gezeigt, dass „Schluss“ ist.

Eigentlich bist du während der 6 Phasen schon drin – im Burnout. Nicht erst, wenn du unten angekommen bist. Auf welcher Stufe stehst du gerade?

 

Alles Gute für dich,

Kerstin

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