Wenn der Zweifel an die Tür klopft - Burnout selbst behandeln
Wenn der Zweifel an die Tür klopft - ein Beitrag von Jenny Wagner

Wenn der Zweifel an die Tür klopft

Bestimmt kennst Du den Moment, wenn sich der Zweifel breit macht und Du unsicher bist, ob Du dieses oder jenes machen oder loslassen darfst.
Mein Name ist Jenny und dieses Gefühl hat mich tagtäglich begleitet.
Jeden einzelnen Tag, jede Stunde und Minute.
Doch bevor ich in die Tiefe gehe, möchte ich mit Dir eine Geschichte teilen - wie ich versuchte den Zweifel loszuwerden.

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Hallöchen Du zauberhafter Mensch,

Stell dir vor, es klingelt an deiner Tür. Du hast niemanden eingeladen und bist daher gespannt wer es ist.Als du die Tür öffnest, hättest du sie am Liebsten direkt wieder zugeschlagen.

Denn vor der Tür steht der Zweifel. 

Wie sieht dein Zweifel aus ? 

Welche Farbe hat er? 

Welche Konsistenz hat er? 

Wie riecht er? 

Und bevor du die Tür wieder zuschlagen kannst … 

... ist der Zweifel schnurstracks an dir vorbei ins Wohnzimmer geflitzt.
Er hat sich auf Deinem Sofa bequem gemacht und schaut Dich  an.
Du bist alles andere als begeistert und forderst den Zweifel auf deine Wohnung zu verlassen.

Du schreist ihn an. Du versuchst ihn vom Sofa zu zerren.
Du setzt Dich nun selbst aufs Sofa, machst dich breit und versuchst den Zweifel so vom Sofa zu schubsen.
Du baust dich vor ihm auf, machst Dich ganz groß, lässt ihn Deine Wut spüren.
Mit ruhigen Worten versuchst Du es ebenfalls…….

Doch nichts passiert.
NICHTS.

Der Zweifel macht es sich nur noch bequemer auf Deinem Sofa und lässt sich tiefer in die Kissen fallen.

Bald steht ein Urlaub an 

Ein Wanderurlaub, dies war zumindest bei mir der Fall.

So bin ich mit meinem Freund in den Urlaub gefahren. Endlich ein Tapetenwechsel. Ein Ortswechsel. Endlich wieder Luft zum Atmen, denn wenn der Zweifel nicht gehen will, dann nutze ich den Urlaub und fahre davon, in der Hoffnung, dass wenn ich nach Hause komme, er nicht mehr da ist.

Ja, diesen Gedanken hatte ich, nur habe ich diese Rechnung ohne den Zweifel gemacht. Und so saßen wir an unserem Abreisetag im Auto auf den Weg in den Harz.
Mein Freund, ich und….. mein Zweifel.

Kaum angekommen im Urlaub, ging es auch schon wandern, natürlich- um den Kopf freizubekommen.
Schritt für Schritt durch den Wald, den Körper mit dieser herrlichen frischen Waldluft zu durchfluten und die Gedanken los zu lassen.

Im Schlepptau war jedoch immer der Zweifel.

Ich bin dann mal einen anderen Weg gegangen. Auch mal ein bisschen schneller. 

Hinter einen Baum versteckte ich mich in der Hoffnung, dass der Zweifel mich nicht findet.

So wartete ich etwas hinter dem Baum ab, luckte hervor, und konnte nichts sehen.
YEAH!
Der Zweifel ist weg!!
Ich war so gelöst, leichter, viel entspannter.
Völlig leicht konnte ich die Wanderung fortsetzten. 

Als ich jedoch an der nächsten Kreuzung angekommen war… sah ich Ihn. Den Zweifel… Er winkte mir schon vom weitem zu. „JUHU! Hier bin ich!“

Das kann und darf nicht wahr sein!

So zog ich frustriert weiter, im schweren Schlepptau mein Zweifel. Ein immer schwerwiegenderer Ballast. Ich bekam ihn einfach nicht weg.
Dann machten mein Freund und ich … und natürlich mein Zweifel … eine Rast vor dem letzten Aufstieg, bevor wir unser Ziel erreichen sollten.

Und nun stand ich da.

Und vor mir dieser riesige imposante Berg.
Der Aufstieg war steinig und in meinem Kopf kam sofort der Gedanke auf „Das schaffe ich nicht!“ „Dafür fehlt mir die Kraft!“

In dem Augenblick wurde mir bewusst:

Ich habe ALLES probiert um den Zweifel loszuwerden. ALLES!

Bis auf eine Sache… 

Ich habe den Zweifel nicht gefragt warum er da ist oder was er von mir will.

Und so fragte ich ihn: 

Zweifel, was möchtest du? Warum bist du hier bei mir? 

Mein Zweifel schaute mich nur mit großen Augen an. 
So eine Reaktion kannte er von mir nicht.

Er war daran gewöhnt, dass ich ihn weghaben wollte.

Nach einiger Zeit antwortete er mir: "Jenny, ich bin dafür da, um dich zu beschützen, um auf dich aufzupassen, dass du nicht in eine Sache Energie steckst, wo du vielleicht gar nichts zurückbekommst. Jenny ich bin dafür da, um zu hinterfragen, willst du das hier wirklich? Ich bin dafür da, dich vor Menschen zu beschützen, die dich vielleicht verletzen wollen.Ich bin dafür da, weil ich möchte, dass es dir gut geht." 


Wow! Und nun war ich es, die baff war, denn mit DIESEN Antworten, damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet. 

So sagte ich zu meinem Zweifel: 
„WOW! Mir war nicht bewusst, dass du mich beschützen möchtest. Ich dachte immer du willst mich ausbremsen, mich zurück ziehen. Ich dachte immer Du möchtest, dass ich da bleibe wo ich grad bin! 

Weißt du lieber Zweifel;- Ich weiß auch nicht was auf mich zukommt. Ich weiß nicht ob sich der Aufstieg des großen Berges, vor dem wir gerade stehe, der so imposant ist und ich mir so klein und hilflos vorkomme, lohnt.

Aber weißt du was? Vielleicht lohnt es sich nicht! Doch vielleicht, ist dieser Aufstieg des Berges, die größte Chance meines Lebens! 

Lieber Zweifel, ich weiß auch nicht was passiert, aber weißt du was? - In diesem Augenblick nahm ich den Zweifel an die Hand -  lass uns gemeinsam den Berg hochgehen. Lass es uns gemeinsam herausfinden, was uns dieser Berg bringt." 

Und so gingen der Zweifel und ich den Berg hinauf. 

Dabei fokussierten wir uns nicht auf die zu erreichende Bergspitze, sodass uns die Größe und die Imposanz des Berges hätte erschlagen können.

Stattdessen habe ich mich auf meine Füße konzentriert. Bei jedem Schritt den ich machte, sagte ich zu mir: "SCHRITT für SCHRITT ... Schritt für Schritt." 

Und plötzlich war ich oben! GANZ OBEN! Und es war viel leichter als ich vorher gedacht hatte. 
Was war das doch für eine herrliche Aussicht. Und allein, dieses Gefühl, dort hinauf gekommen zu sein - unbeschreiblich!

Wenn das nächste Mal der Zweifel bei dir zu Besuch ist. Dann bleib stehen.
Mach einen Schritt zurück und frag ihn: "Zweifel, warum bist du hier? Was möchtest du von mir?"

Nimm Dir dafür Zeit und sei gespannt auf seine Antwort!
Diesen, sich entfalteten Elan, nimm, um Anlauf zu nehmen, für Deine nächsten Schritte.

  • Eine Geschichte von Jenny Wagner, Zauberhaft - Lebendig, finde Deine Herzensstimme
Wenn der Zweifel an die Tür klopft

Warum ich dir diese Geschichte erzähle

Es hat mich viel Überwindung gekostet, diese Geschichte zu erzählen, weil es meine ganz persönliche ist.
Der Zweifel war über Monate mein treuer Begleiter und so unwillkommen, wie Keuchhusten.
Und doch war er da, bis zu dem Augenblick, wo ich nicht mehr konnte.

Kennst Du dieses Gefühl?
Das Gefühl kraftlos zu sein?

Als ich buchstäblich vor diesem Berg stand (der Berg kann auch als ein Synonym für eine Situation, eine Herausforderungen, eine Person sein, vor der Du gerade stehst) wurde mir unglaubliche Klarheit zu teil.

Mit diesen beiden Fragen, „Zweifel, warum bist Du hier? Was willst Du von mir?“  Habe ich ihn auf eine Ebene mit mir geholt.
Habe ihn angenommen, bin mit ihm in Kontakt getreten.

Liebe, Freude, Glück, dass sind Gefühle, die Positiv und erfüllend sind - so wurde es uns beigebracht richtig?
Durch die Gesellschaft, Eltern, auf der Arbeit.
Für Wut, Trauer, Zweifel ist kein Platz.
Es sind Gefühle die „weg“ sollen!
Die Du und ich nicht fühlen wollen.
Doch soll ich Dir was verraten?

Die Wut, ist genauso ein Teil von Dir, wie die Liebe.
Die Traurigkeit, ist ebenso ein Teil von Dir, wie das Glück.
Der Zweifel, ist ebenfalls, wie die Freude, ein Teil von Dir.

All diese Gefühle, sind ein Teile von Dir.
Sie kommen und gehen, wollen ausgelebt und angenommen werden.

Weißt Du, wenn Du etwas ignorierst, dann wird es nur noch stärker.
Wie bei mir und meinem Zweifel.
Mein Zweifel ist stärker geworden, weil ich ihn weg haben wollte, doch dadurch habe ich meinen Mut und mein Vertrauen, in meine Fähigkeiten geschwächt.
Denn obwohl ich den Zweifel schön, nach unten in den Keller verbannt habe, war er immer noch da und hämmerte immer wieder an seine Gitterstäbe.
Gesehen, habe ich ihn nicht, doch sein ständiges klopfen, welches ich unbewusst wahrnahm, raubte mir meine Kräfte.
Meinen Mut und mein Vertrauen in meine Fähigkeiten.

Wie ist es bei Dir?
Kommt Dir das bekannt vor?

Zum Schluss möchte ich Dir gerne 5 Tipps geben, wie Du Deinem persönlichen Zweifel begeben kannst:

  1. Wann sind meine Zweifel am stärksten? (Welchen versteckten Nutzen ziehst Du aus Deinen Zweifeln?)
  2. Nimm Dir Zeit für Deinen Zweifel und trete in einen direkten Austausch mit ihm. Gehe spazieren oder bring Dich in einen meditativen Zustand (vielleicht entspannt Dich auch etwas anderes?). Nun spreche mit Deinem Zweifel, frag ihn, warum er da ist. Frag ihn, was er von Dir will.
    Spüre in Dich hinein, schau was für Bilder oder Antworten Du bekommst.
    Nimm Dir hier alle Zeit, die Du brauchst. 
    Gerne kannst Du Dir dazu auch folgende Meditation anhören: https://bit.ly/2MiSoIu
  3. Notiere Dir Deine Erkenntnisse!
  4. Hole den Zweifel von seinem Chefsessel und mache ihn zu Deinem Berater. Du bist die Schöpferin / der Schöpfer Deines Lebens!
  5. Nutze gerne folgende Affirmationen, um Deine Gedanken und Emotionen zu stärken. Gerne kannst Du sie auf Post - it´s schreiben und in Deiner Wohnung verteilen.

    Ich bin mutig.
    Ich bin voller vertrauen.
    Ich bin dankbar, für jede Herausforderung, die das Leben mit schickt, denn sie lässt mich mein wahres Potenzial entfalten.
    Ich bin Liebe, ich gebe Liebe und ich werde geliebt.
    Ich wähle, die/der zu sein, die/der ich sein will.
    Ich bin gut so wie ich bin.
    Ich bin lieber authentisch, als perfekt.
    Ich bin unerschöpfliche, göttliche Kreativität.

Ich bin Jenny

Wer ich bin, ist eine sehr tiefgründige Frage, die gar nicht so leicht zu beantworten ist.
Ich bin Pädagogin, Kinder- und Familienfotografin, Autorin und Impulsgeberin.
Ich bin Freundin, Tochter und Lebenspartnerin.
Ich bin Licht und genauso Dunkelheit.
Ich bin ein Wimpernschlag in diesem Universum und doch bin ich alles.
Ich bin stark hochsensibel und empathisch.
Ich bin einfarbig und doch so bunt wie ein Regenbogen.
Ich bin Göttlichkeit und doch ganz nackt.
Ich bin pure Liebe.
Ich bin leer und doch so erfüllt.

Mein Leben war nicht immer leicht. Es hatte starke Höhen und Tiefen, wie eine wilde Achterbahnfahrt.
Meine Kindheit bestand aus physischer und psychischer Gewalt, in der ich meinen Schmerz in eine Kapsel einschloss und tief in mir vergrub.
Doch die Energien der Kapseln waren so lange aktiv, bis ich mich meinem größten Schmerz stellte, bis ich ihn annahm und mir meine Tränen zugestand.
Ich las viel zu diesen Themen und besuchte Coachings, um mit meiner Vergangenheit frieden zu schließen, um zurück in meine Stärke zu kommen - in mein Bewusstsein, zurück zu meiner Herzensstimme, die es mir nun ermöglicht anderen Frauen zu unterstützen und mehr Liebe in die Welt zu tragen.

Wo auch immer Du gerade stehst, Du bist eine sehr bemerkenswerte, liebenswürdige, kraftvolle, hormonvolle, wunderschöne, gefühlvolle, starke und leidenschaftliche Frau.
In Dir ist mehr Kraft und Liebe, als Dir in diesem Augenblick bewusst ist.

Fühl Dich liebevoll umarmt,
Deine Jenny

Jenny Wagner

Meine Kanäle:

Infoseite: https://bit.ly/2pM6Pf4 
Instagram: https://bit.ly/2nEvrW6 

YouTube: https://bit.ly/2nitA9m

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